Anfang Februar, wenn es draußen noch ziemlich winterlich ist, machen wir eine kleine Besichtigungstour. Zuerst besuchen wir Lübeck, dann geht es weiter nach Bremen. Mit dabei ist Uschis Cousine.
Die erste Zugfahrt ist ein kleines Abenteuer, aber wir kommen pünktlich in Lübeck an.
Leider ist die direkte Strecke nach Koblenz unterbrochen und wir müssen auf einen Shuttle-Bus ausweichen. Deshalb beschließen wir, über Trier durch das Saarland nach Mannheim zu fahren. Leider sind unsere Sitzplatzreservierungen hinfällig geworden, aber die Kosten werden uns erstattet. Das Saartal empfängt uns in einer nebligen, winterlich trüben Atmosphäre.
In Mannheim steigen wir um in den Intercity Richtung Hamburg. Da wir aber keinen vernünftigen Sitzplatz finden, beschließen wir, in Frankfurt am Flughafen in einen anderen Zug nach Hamburg umzusteigen. Statt über Düsseldorf fahren wir über Hannover nach Hamburg. Leider fällt wegen eines technischen Defekts die Hälfte des Zuges aus, so dass der Zug völlig überfüllt ist und ich eineinhalb Stunden auf meinem Koffer sitzen muss. Danach verläuft die Fahrt wieder normal. Wir kommen pünktlich in Hamburg an. Dort steigen wir in einen anderen Zug um, der uns pünktlich nach Lübeck bringt.
Vom Bahnhof sind es nur ca. 15 Minuten zu Fuß bis zu unserem gebuchten Hotel, dem Hotel Jensen.

Dabei passieren wir das berühmte Holstentor. Unser Hotel liegt direkt gegenüber dem Stadtgraben, einem Seitenarm der Trave. Es liegt sehr zentral, so dass wir alle Sehenswürdigkeiten in der Innenstadt gut erreichen können. Von unserem Hotelzimmer aus haben wir einen tollen Blick auf den historischen Salzspeicher und das Holstentor.

Inzwischen ist es Abend geworden, so dass wir keine großen Spaziergänge mehr planen. Wir haben Glück und bekommen im Restaurant Lübecker Hanse in der Parallelstraße, dem Kolk, noch etwas zu essen, obwohl wir keine Reservierung haben. Das Restaurant Lübecker Hanse ist eines der renommiertesten in Lübeck und zeichnet sich durch eine interessante Mischung aus traditionell zubereiteten Speisen und modernen Einflüssen aus.

Die Einrichtung und Gestaltung der Gasträume erinnert an die glanzvolle Zeit der Hanse. Die Hanse war eine Vereinigung vor allem norddeutscher Kaufleute, die sich in erster Linie um die wirtschaftlichen Interessen im Ausland kümmerte. Die Hanse hatte nicht nur wirtschaftlichen, sondern auch politischen und kulturellen Einfluss.

Das Essen war ausgezeichnet und die Gastronomin Katy Caro führte sehr kompetent und immer mit einem lustigen Spruch auf den Lippen durch den Abend.


So fand dieser Tag, der von so vielen Unwägbarkeiten geprägt war, einen sehr angenehmen Ausklang.
Text, Fotos und Video: Copyright © myVideoMedia