Von der Karlsbrücke aus folgen wir der Karlova, einer engen verwinkelten Straße, die direkt zum Altstädter Ring, dem ältesten Platz im historischen Zentrum der Stadt führt.

Auf der rechten Seite wird die Straße von Imbiss- und Souvenirläden gesäumt.
Auf der linken Seite liegt das Clementium, eine ursprünglich von den Jesuiten gegründete Universität, die nach der Gegenreformation mit der Karls-Universität vereint wurde.

Im Restaurant U Zlatého Hada, einem Restaurant mit traditionellen tschechischen Gerichten, gönnten wir uns ein Gulasch mit böhmischen Knödeln.

Die Architektur der Häuser in der Altstadt ist von der Gotik und dem Barock geprägt, aber es sind auch aus der Romantik zu finden.
Nach kurzer Zeit erreichen wir den Male Namesti Platz, der ursprüngliche Apothekerplatz. Bis ins 14. Jahrhundert waren zahlreiche Apotheken hier. Auch eine der renommiertesten Apotheken der Stadt war hier angesiedelt.

Von hier aus sind es nur wenige Schritte zum Altstädter Rathaus mit seiner berühmten Rathausuhr, auch bekannt als Altstädter Astronische Uhr.
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Mehr InformationenDirekt daneben ist der Altstädter Ring mit dem gewaltigen Jan Hus Denkmal in der Mitte.
Hus gilt als tschechischer Nationalheiliger, der für Glaubensfreiheit eintrat. Er predigte gegen den weltlichen Besitz und die Habsucht der Kirche

Als oberste Instanz sah er jedoch nicht den Papst sondern die Bibel. Für seine Lehren wurde er in Konstanz auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

Zu dieser malerischen Kulisse passte ein hübsches asiatisches Brautpaar, das wir eine Zeitlang beobachteten, als es vor einer Kutsche posierte.

Die Zelezná führt Richtung Südosten. Wir folgen ihr bis zum Karolinum, einem der Stammsitze der Karls-Universität. Markant ist der dunkle Erker der Kapelle. Daneben ist das Ständetheater.
Eine kleine Musiker-Truppe lädt wohl zu einer Don Giovanni Vorführungen ein, die hier täglich stattfindet. Mozart hielt sich ja längere Zeit in Prag auf, komponierte auch hier und Don Giovanni erlebte seine Premiere in Prag.

Auf dem Havelska Platz findet ein Markt statt, der natürlich auch unsere Neugierde weckt. Allerdings sind wir bereits leicht müde, so dass wir in die Na Mustku einbiegen und zum Wenzelsplatz gehen.
Dort erinnert eine Fotoausstellung an den Prager Frühling und den Einmarsch der Truppen des Warschauer Paktes.

Leider ist das National Museum eingerüstet, so dass die wunderschöne Optik des Wenzelsplatzes etwas gestört ist. Trotzdem sind wir von der Architektur der Kulisse schwer beeindruckt.
Das Historische Zentrum von Prag ist seit 1992 auf der Weltkulturerbeliste der UNESCO.
Bitte lesen Sie weiter > Besichtigung des Hradschin
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