Mit Synke unterwegs in Kreuzberg SO 36 brachte uns eine Reihe neuer Erfahrungen über ein urbanes Wohngebiet, das auch die großen Street-Art Künstler dieser Welt anzieht.
Synke, unsere Blogger Freundin, die wir in Nantes kennengelernt haben, trafen wir auf der ITB Berlin. Sie lud uns ein, sie bei einer Fotosafari durch Kreuzberg mit der Kamera zu begleiten, was wir gerne annahmen.

Treffpunkt war die S-Bahn Station Schlesisches Tor, wo sie uns ein kurzes Statement über ihre Tätigkeiten abgab. Neben ihrem Blog Synke-unterwegs organisiert sie Fototouren durch Berlin und gibt auch Kurse zum Thema Photographie. Eine Spezialität von ihr sind Langzeitbelichtungen bei Nacht.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenDoch schon kamen die weiteren Teilnehmer dieser Fototour, die herzlich begrüßt wurden. Darunter waren Foto-Begeisterte aus Canada und Italien.
Curvystraße
Synke führte uns zuerst zu einem brachliegenden Gelände in der Curvystraße.

Das ursprünglich mit Sträuchern bewachsene Gelände wurde von Obdachlosen zu einem Zeltlager umfunktioniert. Der Künstler BLU, dessen Street-Art wir bereits in Athen kennengelernt haben, bemalte die umliegenden Fassaden. Nach der Räumung des Zeltlagers übermalte BLU die Gemälde, vermutlich um Immobilienspekulanten keinen Vorschub zu gewähren.
Oberbaumbrücke
Nächstes Ziel war die Oberbaumbrücke. Auf dem Weg dorthin sahen wir eine Reihe weiterer Street-art, unter anderem ein weiteres von BLU.

Von der Ferne konnten wir schon einmal einen Blick auf die East Side Gallery werfen.

Die Oberbaumbrücke wurde als Nachfolgebau einer ehemaligen Zollbrücke geplant. Gleichzeitig erhielt Siemens & Halske die Genehmigung fast an gleicher Stelle eine Eisenbahnbrücke zu errichten. Man einigte sich auf eine gemeinsame Eisenbahn- und Straßenbrücke. Es entstand ein beeindruckendes Bauwerk.

Doch unser Ziel liegt woanders und so kehren wir um und gehen entlang der Skalitzer Straße, vorbei an der ehemaligen Kaserne des 3. Garde-Regiments zu Fuß, der Emmauskirche und der U-Bahn Station Görlitzer Bahnhof.

Beim Abbiegen von der Oranienstraße in die Manteuffelstraße erblicken wir ein schöne Gemälde von ROA, dessen Wolf wir bereits in Rom bewunderten.

Eigentlich wollten wir in der historischen Markthalle etwas frühstücken, aber leider war sie am Sonntag geschlossen.

So gehen wir weiter zum Künstlerhaus Bethanien, einem ehemaligen Diakonissen-Krankenhaus, heute ein internationales Kulturzentrum.

Über den Mariannenplatz erreichen wir den Heinrichplatz, der nach einem jüngeren Bruder von König Friedrich Wilhelm II. benannt ist.
Der Heinrichplatz war der Mittelpunkt der Kreuzberger Ausschreitungen, die von Ende der 1990er Jahre bis Ende der 2000er Jahre, am 1. Mai, stattfanden.

SO 36 ist der alte Berliner Postzustellbezirk, der sich mit dem sozialen Brennpunkt Kreuzberg deckt. Gleichzeitig rückte er aber auch in den Blickpunkt der Künstler, sei es in Form von Street-Art, von der wir einige Beispiele gesehen haben. Aber auch literarisch wurde dieser Brennpunkt gewürdigt, speziell die Kneipen Zum Elefanten und Zum goldenen Hahn.
Nachdem wir ein Frühstück auf diesem so traditionsreichen Platz genossen haben, verabschieden wir uns von Synke und besuchen noch die East Side Gallery.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenOberbaumbrücke und East Side Gallery – 4k UHD Video
East Side Gallery
Die East Side Gallery wurde 1990 von 118 Künstlern aus 21 Ländern auf einer Länge von 1316 Metern bemalt.

Sie ist damit die weltweit längste dauerhafte Open-Air-Gallery.

Es ist das längste und am besten erhaltene Teilstück der Berliner Mauer.
Text, Fotos und Videos: Copyright © myVideoMedia