Trier steht im Jahr 2018 ganz im Zeichen von Karl Marx, der hier vor 200 Jahren geboren wurde.
Als wir mit Eithne Treanor mit ihr über ihren bevorstehenden Besuch bei uns kommunizierten, fragt sie, was wir machen werden. Wir sagten, wir besuchen Karl Marx.
Daraufhin schien sie richtig begeistert zu sein, was wir im ersten Moment so interpretierten, dass wir einen Scherz gemacht hätten. Es stellte sich aber heraus, dass die Freude echt war, da sie in ihrer Jugend einen Faible für Karl Marx hatte.

Doch zuerst fahren wir mit Eithne zu dem uns bekannten Aussichtspunkt oberhalb des Amphitheaters am Petrisberg, um ihr einen Überblick zu verschaffen. Außerdem sind hier an Schautafeln die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und deren Geschichte beschrieben.
Danach fahren wir zum Hauptmarkt und gehen Richtung Südwesten durch die Fleischstraße. Auf dem Weg gibt es eine Reihe sehenswerter Gebäude, wie z.B. die alte Post mit ihrem Innenhof.

Auch das Kasino am Kornmarkt ist mit Karl Marx verbunden. Hier tagte Ende des 18ten Anfang des 19ten Jahrhunderts die sogenannte Casino-Gesellschaft, eine Vereinigung des Trierer Bildungsbürgertums.
Bei einem der Bälle lernte Karl-Marx seine spätere Frau Jenny von Westphalen kennen.

Die Verlängerung der Fleischstraße ist die Brückenstraße, in der sich das Geburtshaus von Karl Marx befindet, das heute ein Museum ist.
Das verwinkelte Gebäude besitzt einen schönen Innenhof, in dem eine gewaltige Büste von Karl Marx steht, die Eithnes besondere Gunst erfährt.

Anschließend gehen wir weiter zu den Überresten der Thermen am Viehmarkt, die gerade von einer chinesischen Delegation besucht wird.
Danach besuchen wir die Kaiserthermen. Ein riesiger Fuß von Konstantin wurde direkt vor dem Eingang platziert.

Beim Besuch des Palastgartens mit dem kurfürstlichen Palais ziehen bereits dunkle Wolken über die Stadt.
Die daneben liegende Konstantinbasilika war ursprünglich der Thronsaal von Konstantin dem Großen, der seine Residenz hierher verlegt hatte.

Gerade als wir den Dom erreichen, setzt der Regen ein, sodass wir rasch in das Innere Flüchten. Neben dem Dom und den Innengarten besichtigen wir hier auch die danebenliegende Liebfrauenkirche.
Anhand von ausgestellten Plänen und Skizzen kann man erkennen, dass die ursprüngliche Kathedrale, die Konstantins Mutter um 400 nach Chr. hier erbauen ließ, erheblich größer war, als die beiden Kirchen heute.

Schräg gegenüber dem Dom befindet sich das Palais Walderdorff. Der älteste Teil ist der Turm Jerusalem im Innenhof. Hier ist auch das Standesamt.
Ursprünglich gab es in Trier sieben oder acht solcher wehrhaften Wohntürme, die aus fränkischer Zeit stammten.

Der Turm Jerusalem wurde im 11. Jahrhundert erbaut. Im Turm Jerusalem befindet sich heute das Trauzimmer
Wir erreichen wieder den Hauptmarkt wenden uns diesmal aber in Richtung Nordosten. Nach einem kurzen Blick in die Judengasse erreichen wir das Karl Marx Wohnhaus, in dem die Familie von 1819 bis 1835 gewohnt hat.
Es steht in der Simeonstraße kurz vor der Porta Nigra, dem Wahrzeichen von Trier.

Das mehr als 2000 Jahre alte, von den Römern erbaute Stadttor beeindruckt noch immer durch seine schiere Größe aber auch durch seine wohlgestalteten Proportionen.
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Mehr InformationenNachdem wir das daneben liegende Simeonstift umrundet haben, stehen wir auf dem gleichnamigen Platz vor der neuen Attraktion Triers, einer 5,5 m großen Bronzestatue von Karl Marx.
Sie war ein Geschenk der Volksrepublik China, anlässlich des 200. Geburtstages von Karl Marx und wurde von dem Bildhauer Wu Weishan geschaffen.

Wir beschließen den Tag mit einem guten Essen in der Hausbrauerei Blesius Garten in Olewig. Eigentlich wollten wir im Garten sitzen, aber die Wetterlage treibt uns dann doch in die Braustube.
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Soundtracks in Video:
- There’s A Better WAY ! by Loveshadow (c) copyright 2011
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