Nach Abflauen der größten Sommerhitze machten wir einen Tagesausflug nach Koblenz, den wir uns bereits längere Zeit vorgenommen haben.
Am Hauptbahnhof angekommen, nehmen wir direkt einen Bus zur Talstation der Koblenzer Seilbahn, die über den Rhein zur Festung Ehrenbreitstein, der zweitgrößten Festung Europas führt.

An der Bergstation angekommen, halten wir uns links in nördlicher Richtung und besuchen den Rhein-Mosel-Blick, eine Aussichtsplattform in Form eines großen Dreiecks. Von hier und von der Festung Ehrenbreitstein aus hat man den besten Blick auf die Stadt Koblenz, sowie auf den Rhein und die Mosel. Direkt neben der Aussichtsplattform befindet sich ein großes Zelt, das als Interimsquartier des Theater Koblenz dient, da dort Renovierungsarbeiten durchgeführt werden.

Koblenz ist bereits seit der Steinzeit besiedelt und die Römer bauten hier die erste Befestigungsanlage. Im 5. Jahrhundert eroberten die Franken das Gebiet. 843 wurde das Reich Karl des Großen von seinen Enkeln im Vertrag von Verdun dreigeteilt. Die Erzbischöfe und Kurfürsten von Trier übernahmen nun die Macht.

Koblenz lag nun im Grenzgebiet zwischen Trier, Luxemburg, dem Kurfürst von Sachsen, den Habsburgern in den Niederlanden und den Franzosen. 1794 übernahmen die französischen Revolutionstruppen die Herrschaft. 1814 besetzten russische Truppen Koblenz.
Nach dem Wiener Kongress wurde das Gebiet Preußen zugesprochen. Koblenz wurde nun zu einem der stärksten Festungssysteme Europas ausgebaut. Nach dem ersten Weltkrieg wurde Koblenz zuerst von amerikanischen und danach bis 1923 von französischen Truppen besetzt. Auch nach dem 2. Weltkrieg war Koblenz wieder bis 1969 französisches Besatzungsgebiet.
Diese Grenznähe und die wechselnden Machtverhältnissen führten dazu, dass in Koblenz und der Umgebung zahlreiche weitere Befestigungsanlagen entstanden.
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Mehr InformationenWir schlendern weiter zur Festung Ehrenbreitstein und lassen uns von den mächtigen Gemäuern beeindrucken.

Zurück bei der Talstation besuchen wir den Schängelbrunnen, eines der Wahrzeichen von Koblenz. Als Schengel bezeichnen sich die gebürtigen Koblenzer. Das Wort stammt ursprünglich vom französischen Jean, das die Koblenzer nicht richtig aussprechen konnten.

Der Brunnen erfreut vor allem die Jugend aber auch gut aufgelegte Ältere, besonders an heißen Tagen, da die Figur in unregelmäßigen Zeitabständen Wasser versprüht.

Vorbei am Max & Moritz Grill erreichen wir das Kunstgässchen, in der Münzstraße 8. Diese schmale und unauffällige Passage verbindet den Münzplatz mit der Liebfrauenkirche.

In den historischen Gebäuden finden Sie allerlei Geschäfte, die handwerkliche Waren anbieten. Ein Bummel durch den romantischen Innenhof ist sehr zu empfehlen.

Ein weiterer sehenswerter Ort in der Mitte der Altstadt ist die Denkmalzone „Vier Türme“ an der Kreuzung der Straßen Am Plan, Löhrstraße, Marktstraße und Altengraben.

Die prächtigen Häuser mit ihren Erkertürmen wurden erstmals 1608 erbaut und nach Kriegsschäden mehrfach wieder aufgebaut. Seit 2002 sind die Vier Türme Teil des UNESCO-Welterbes Oberes Mittelrheintal.
Ein letzter Blick auf den Platz: Am Plan und schon eilen wir wieder zum Bahnhof und reisen zurück.
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