Die Eremitage ist der ehemalige Winterpalast der Zaren in St. Petersburg. Sie beherbergt eines der größten und bedeutendsten Kunstmuseen der Welt. Die Eremitage liegt in der Sankt Petersburger Innenstadt, die zum UNESCO Weltkulturerbe gehört.
Zur Sammlung gehören nahezu 3 Millionen Objekte, von denen ungefähr 65000 ausgestellt sind. Ca. 2,5 Millionen Besucher besichtigen jährlich die Ausstellung.
Das Spektrum der Ausstellungsstücke reicht von Archäologischen Sammlungen, über Russische Kunst bis hin zu mittel- und westeuropäischer Kunst, wobei die Malerei im Vordergrund steht.

Bei unserer Ankunft am Palast Platz hat sich bereits eine riesige Warteschlange gebildet. Ähnliches konnten wir auch schon im Katharinenpalast beobachten. Später haben wir erfahren, dass es mehrere Eingänge und damit auch mehrere Warteschlangen gibt.
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Mehr InformationenZunächst sehen wir uns am Palast Platz etwas um. Dabei lernen wir, dass die Alexander Säule nur aufgestellt, aber in keinster Weise befestigt ist. Anfangs hatten die St. Petersburger Bürger Angst daran vorbei zu gehen.

Beeindruckend ist der Torbogen des Generalstabs. In Teilen dieses Gebäudes befinden sich mittlerweile Teile der modernen Malerei der Eremitage, wie z.B. die 31 Gemäldes des spanischen Malers Pablo Picasso.
Ein weiterer Teil der russischen Sammlung wurde in das Russische Museum im Mikhaylovsky Palace (Michailowski-Palast) ausgelagert.
Rundgang in der Eremitage
Nachdem wir, dank unserer Reiseleiterin, die Warteschlangen umgehen konnten und den Winter Palast bei den archäologischen Sammlungen betreten haben, erreichen wir die Jordantreppe (Ehrentreppe), eine barocke Repräsentationstreppe.

Im 1. Stock genießen wir erst einmal den Ausblick auf die Newa und die Haseninsel. Im Hintergrund erkennen wir das erste moderne Hochhaus, das der Gaskonzern Rosneft gerade erbaut.

Im Feldmarschallsaal gibt es kunstvoll gestaltete Kronleuchter und Vasen zu besichtigen.

Danach folgt der Petersaal oder der kleine Thronsaal. In einer muschelförmigen Wandnische wurde der Thron aufgestellt.

Im prächtigen Wappensaal wird gerade eine Ausstellung alter Roben präsentiert. Die fantastischen Leuchter rücken dabei etwas ins Abseits.

Die Galerie der Helden beherbergt 332 Porträts von Generälen.

Ein weiterer Prunksaal, der St.-Georg-Saal oder großer Thron Saal schließt sich an. Auch hier sind zusätzlich Kleider ausgestellt. Der Thron wurde hier unter einem großen Baldachin aufgestellt.

Im Pavillon Saal werden Mosaik-Gemälde und Fußböden gezeigt. In dieser Disziplin haben die Russischen Künstler besondere Fertigkeiten entwickelt.

Teilweise sind die Bilder so klein, dass die Mosaike mit freiem Auge kaum erkennbar sind. In diesem Raum ist noch ein besonderes Ausstellungsstück zu bewundern, die Pfauen Uhr. Ein kunstvoll gestaltetes Uhrwerk in Form eines Pfaus, einer Eule und eines Hahns zeigen die Zeit an.

Durch Treppenhäuser mit überdimensionalen Vasen erreichen wir die Bereiche mit mittel- und westeuropäischer Kunst. Leonardo da Vinci´s Madonna Benois und Madonna Litta sind besonders umlagert.

Danae, ein Gemälde von Tizian und Bilder von El Greco, Goya, Velazquez, Caravaggio, Tintoretto ergänzen die Ausstellung.
Nach dem Übergang in die neue Eremitage erläutert uns unsere Reiseleiterin in der Raffael-Loggia, dass es auch heute noch ein Reihe von Katzen gibt, quasi als Angestellte der Eremitage. Sie leben hier und bewahren die Kunstwerke vor den Mäusen.

Die Madonna Conestabile und die Hl. Familie von Raffael sind hier zu sehen. Der Kauernde Knabe von Michelangelo hat hier ebenso seinen Platz gefunden.

Es folgen Säle mit Gemälden der niederländischen und flämischen Malerei von Rubens, Pieter Bruegel dem Älteren, Snyders und van Dyck. Den Bildern von Rembrandt ist ein eigener Raum reserviert. Van Gogh, Rogier van der Weyden und Adriaen van Ostade dürfen ebenso wenig fehlen wie die französischen Maler Monet und Cézanne. Viele weitere sind ausgestellt und zu bewundern.
In einem der letzten Ausstellungsräumen, den wir besuchen, fällt uns eine 18 Tonnen schwere Schüssel aus grünem Jaspis auf. Sie stammt aus dem Ural und wurde Mitte des 19. Jahrhunderts von Edelsteinschleiferei in Kolywan, nordwestlich von Altai gefertigt.

Durch die ägyptische Sammlung verlassen wir die Eremitage wieder. Die gesamten Eindrücke sind mehr, als man in der kurzen Zeit verarbeiten kann.
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