Nach unsere Landung am Flughafen Pulkowo in St. Petersburg werden wir von unserer Reiseleiterin Vera und unserem Fahrer Gerna abgeholt. Neben der Stadtrundfahrt ist auch der Besuch des Katharinenparks und der Eremitage geplant.
Pushkin
Wir fahren zunächst nicht nach Norden in das Zentrum von St. Peterburg, sondern nach Süden nach Puschkin. Puschkin war Russlands Nationaldichter, der hier 6 Jahre das Lyceum in Zarskoje Selo (Zarendorf), wie der Ort Puschkin damals genannt wurde, besuchte.
Nach der Oktoberrevolution nannte man den Ort Detskoje Selo (Kinderdorf), da man im Alexanderpalast verwaiste Kinder unterbrachte. Später verbrachte Puschkin hier im Ort einige Jahre mit seiner Familie bis zu seinem Tod. Seine Verehrung im Volk ist darauf zurückzuführen, dass der Adel bis zu den napoleonischen Kriegen in Russland französisch sprach. Puschkins Werke führten zu einem Sinneswandel.
Am Ortseingang passieren wir das ägyptische Tor und die St. Catherine Cathedral, die erst 2010 wieder restauriert worden war, nachdem sie von den Sowjets zerstört worden war. Anschließend erreichten wir Puschkins Wohnhaus, das heute ein Museum ist.

Der Alexanderpalast war wegen Restaurierung geschlossen. Er ist von Katharina II. für den zukünftigen Kaiser Alexander II. erbaut worden. Dieser überließ den Bau seinem Bruder Kaiser Nikolaus I.

Als ständiger Wohnsitz diente der Bau aber dem letzten Zaren Nikolaus II und seiner Frau Alexandra. Hier führten sie ein zurückgezogenes Leben bis zu ihrer Deportation, um ihren Sohn, der ein Bluter war, möglichst zu schützen.
Nach der Besichtigung des Katharinenpalastes, verlassen wir Puschkin wieder und fahren über den Moskovsky Prospekt (Moskovsky Ave) Richtung Norden in das Zentrum St. Peterburgs.
Diese Prachtstraße war einst die Verbindungsstraße zwischen Sommerpalast (Katharinenpalast) und Winterpalast (Eremitage) und führt heute direkt nach Moskau.
Moskovsky Prospekt
Die Straße ist gekennzeichnet durch Bauwerke aus der Stalin Ära. Sie beginnt beim Siegesplatz, wo ein riesiges Mahnmal an die 24 bis 40 Millionen Toten der Sowjetunion erinnert.

Besonders bedacht werden die Toten der Belagerung von Leningrad, der ungefähr 1,1 Millionen Tote durch Verhungern zum Opfer fielen. Eines der monumentalsten Gebäude ist das Haus der Sowjets mit einem typischen Standbild Lenis auf dem Platz davor.

Wir fahren einen kleinen Umweg, um die Tschesmensker Kirche zu sehen. Die rosa-weiße Fassade erinnert etwas an Zuckerbäckerstil. Die Kirche wurde zur Erinnerung an die siegreiche Seeschlacht im 5. Russischen Türkenkrieg errichtet.

Danach passieren wir die auf der linken Seite errichtete Universität und die halbrunde Russische National Bibliothek. Auf einem runden Verwaltungsgebäude der Region ist das Wappen von St. Peterburg gut zu sehen.
Ein gekreuzter Stockanker mit einem Draggen erinnern an die seefahrerische Vergangenheit der Stadt.

Das Moskauer Triumphtor erinnert an Siege gegen Persien (1828), die Türkei (1829) und den Novemberaufstand in Polen (1831,1838) unter Zar Nikolaus I.

Bei der Überquerung des Obvodny Kanals können wir einen Blick auf die Kirche der Auferstehung werfen. Ihr Turm soll an eine Wodka-Flasche erinnern. Diese Kirche wurde aus Spendengeldern von Alkoholikern errichtet.
Zentrum von St. Petersburg
Das Zentrum von St. Petersburg erreichen wir bei der Isaakskathedrale, der größten Kathedrale der Stadt und einer der größten sakralen Kuppelbauten der Welt. Sie bietet 10.000 Menschen Platz. Die Kuppel hat einen Durchmesser von 26 m. Es war die erste Kuppel in Metallbauweise weltweit. Die Höhe der Kirche beträgt 101,5 m.

Auf der linken Seite erscheint die Zentrale Ausstellungshalle Manege, ein Museum im Stil eines griechischen Tempels. Rechts inmitten einer kleinen Parklandschaft steht ein Reiterstandbild von Peter dem Großen.
Wir erreichen die Newa und Umrunden die Admiralität und die Eremitage auf der Suche nach einem Parkplatz. Dem Besuch der Eremitage ist ein eigener Beitrag gewidmet. Die Admiralität beherbergt das Oberkommando der Russischen Marine. Sie ist der geografische Mittelpunkt der Stadt, auf den alle großen Straßen ausgerichtet sind.

Nach dem Besuch der Eremitage fahren wir zur Auferstehungskirche (Blutkirche, Erlöserkirche). Sie ist die einzige Kirche in St. Petersburg in russisch orthodoxem Baustil. Sie wurde an der Stelle errichtet (1883 – 1912), an der Alexander II. einem Attentat zum Opfer fiel.
Newski Prospekt
Entlang des Griboyedov Kanals erreichen wir die Newski Avenue. Es ist die Prachtstraße von St. Petersburg. Hier haben alle Aristokraten ihre Paläste errichtetet.
Direkt an der Ecke steht das Singer (Nähmaschinen) Haus, einst Hauptsitz in St. Petersburg. Die prachtvolle Fassade zeugt vom Geschäftsklima in der Stadt zu jener Zeit.

Einen Block befindet sich eine Katholische Kathedrale, die Kirche der hl. Katharina von Alexandria. Auf der rechten Seite folgt das Alexandrinski-Theater.

Die Anitschkow Brücke über den Fontanka Fluss mit seinen Reiterstandbilden ist angeblich St. Petersburgs schönste Brücke. An der Ecke steht der Belosselski-Beloserski-Palast, heute ein Museum für die Entwicklung der Demokratie im modernen Russland.

Wir fahren bis zum Kreisverkehr um den Obelisk am Vosstaniya Square. Bei der Rückfahrt sticht uns noch die Kasaner Kathedrale, ein Nachbau des Petersdom in Rom, ins Auge.
Nochmals im Zentrum von St. Petersburg
Vor der Isaakskathedrale finden wir noch Zeit für ein Foto-Shooting. Hier steht ein Reiterdenkmal von Nikolas I. Es ist eines der wenigen Reiterdenkmäler weltweit, bei dem das Pferd nur auf den Hinterbeinen steht und nicht durch den Schwanz weiter abgestützt wird.

Im Süden des Platzes ist der Mariinski-Palast, auch bekannt als Marienpalast angesiedelt. Benannt wurde er nach einer Tochter von Nikolaus I.
Zuerst war er die offizielle Residenz der Herzöge von Leuchtenberg, später der Sitz des Staatsrats des Russischen Kaiserreiches, Volkskommissariat für Besitztümer und Oberster Volkswirtschaftsrat, Kaserne der Roten Armee, Lenigrader Sowjet.
Heute ist es der Sitz der gesetzgebenden Versammlung von St. Petersburg.

Wir überqueren die Newa auf der Blagoweschtschenski-Brücke. Am anderen Ufer steht die Akademie für die schönen Künste, das Menschikow-Palais als Teil der Universität, das Museum für Geschichte der Stadt St. Petersburg und das zoologische Museum.
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Mehr Informationen(Musik: Orchester des Katharinenpalastes)
Von hier hat man den schönsten Blick auf die Brücken der Newa und die fantastische Häuserfront der Admiralität, dem Winterpalast und der Eremitage.

Auf der Kronverkskaya Nab passieren wir die Haseninsel mit der Peter und Paul Festung. Teil der Festungsanlage ist die Peter-und-Paul-Kathedrale, die die meisten Grabmäler der russischen Kaiser seit dem 18. Jahrhundert beherbergt.
Außerdem wurde die Festung als Gefängnis benutzt, in das viele berühmte Gefangene gesperrt wurden.

An der Seite zur Newa wurde die Festung mit Granit verkleidet. An der Rückseite, die vom Winterpalast nicht einsehbar war, sparte man sich den Aufwand. Ursprünglich war die Festung als eigentliches Zentrum der Stadt geplant.
Wenige Meter weiter steht ein kleines aber kostbar verziertes Häuschen. Es ist die äußere Umhüllung für das Haus von Peter dem Großen, das er bewohnte, als er St. Petersburg im Sumpfgebiet gründete.

Wiederum einige Meter weiter liegt die Aurora vor Anker. Ein Schuss mit einer Platzpatrone aus ihrem Buggeschütz gilt als Beginn der Oktoberrevolution. Damit wurde das Signal für einen Sturm der Bolschewiki auf den Winterpalast gegeben.

Über die Troizki-Brücke kehren wir zurück auf den südlich der Newa gelegenen Teil der Stadt. Dabei kommen wir an der Michaelsburg vorbei.
Sie war der Zarensitz von Paul I., dem ungeliebten Sohn von Katharina II, der hier aber bereits nach einem Jahr ermordet wurde. Wir folgen dem Fontanka Fluss und passieren noch das Fabergé Museum.

Dann wird es Zeit zum Flughafen zu fahren. Um 10.00 abends sind wir am Flughafen, um unsere Reise nach Duschanbe in Tadschikistan fortzusetzen..
Tipp:
Auch wenn man nur einen Zwischenstopp zur Stadtrundfahrt in St. Peterburg nutzt, benötigt man ein Visum. Wir haben unsere Visa und die Stadtrundfahrt direkt bei König Tours gebucht.
Da dies nur der Start zu einer größeren Reise nach Tadschikistan, Kirgistan und Usbekistan war, haben wir die notwendigen Visa für Tadschikistan und Usbekistan gleich mitbestellt. Die Abwicklung erfolgte schnell und problemlos, ein Service den wir nur empfehlen können.
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