Koblenz ist die drittgrößte Stadt des Bundeslandes Rheinland-Pfalz. Es liegt direkt an der Mündung der Mosel in den Rhein. Bereits 1992 feierte Koblenz sein 2000-jähriges Bestehen und zählt damit zu den ältesten Städten Deutschlands. Am 26.9.2019 hat der Koblenzer Stadtrat den Klimanotstand ausgerufen.
Geschichte
Bereits zur Römerzeit existierte in Koblenz eine Brücke über den Rhein. Vermutlich wurde sie um ca. 50 n. Chr. erbaut und im 3.Jahrhundert zerstört. Erst 1818 wurde wieder eine Brücke über den Rhein errichtet.
Die strategische Bedeutung von Koblenz erkannten bereits die Römer, die neben einer Brücke über den Rhein auch ein Kastell im heutigen Altstadtkern, das Kastell Confluentes, und auf der anderen Rheinseite das Kastell Niederberg, neben der späteren Festung Ehrenbreitstein errichteten.
Im 5. Jahrhundert eroberten die Franken die Region und erbauten hier einen Königshof. In der 836 geweihten Kastorkirche verhandelten die drei Enkel von Karl dem Großen 842 über die Zukunft des Reiches, die schließlich im Vertrag von Verdun 843 zur Teilung Europas führte.

Später weiteten die Erzbischöfe und Kurfürsten von Trier ihren Einfluss aus. Neben dem Bau der Florins- und Liebfrauenkirche, war der Bau der Burg Ehrenbreitstein am Wichtigsten. Später wurde die Burg zur Festung ausgebaut. Im Schutz der Festung wurden die bedeutendsten größten Heiligtümer Triers aufbewahrt.
Im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) verlegte der Kurfürst Philipp Christoph von Sötern seinen Amtssitz von Trier, erst auf die Festung Ehrenbreitstein und 50 Jahre später auf das neu erbaute Schloss Philippsburg unterhalb der Festung.
Davon existieren aber nur noch die Nebengebäude. Das Schloss wurde 1801 von den Franzosen zerstört, als die franz. Revolutionsarmee das Schloss eroberte. 1786 zog Kurfürst Clemens Wenzeslaus von Sachsen in das Kurfürstliche Schloss nach Koblenz um. Beim Wiener Kongress 1814/1815 wurden die rheinischen Besitztümer des Trierer Kurstaates inkl. Koblenz auf das Königreich Preußen übertragen.

1850 bis 1858 lebten Augusta und Wilhelm von Preußen, der spätere Kaiser Wilhelm I., im Kurfürstlichen Schloss. Dafür errichtete man ihm 1897 am Deutschen Eck, an der Mündung von der Mosel in den Rhein, nach seinem Tod, ein gewaltiges Denkmal.
Im 2. Weltkrieg hatte Koblenz stark unter den Luftangriffen der Alliierten gelitten. Heute ist Koblenz Sitz zahlreicher Bundes- und Landesbehörden.
Rundgang
Wir haben ein Apartment in der Löhrstraße nahe der Herz-Jesu-Kirche gefunden. Mit ihrem Oktagon, erinnert die Kirche von außen an den Baustil der Merowinger, wie z.B. der Aachener Dom.

Der Platz vor der Kirche nennt sich Löhrrondel – auf der gegenüber liegenden Seite setzt sich die Löhrstraße als Fußgängerzone fort.

Wir biegen aber in das schmale malerische Kleinschmittsgäßchen rechts ab. Uns interessiert das Mittelrheinmuseum im modernen Forum Confluentes, gegenüber dem Forum Einkaufszentrum. Es zeigt eine 2000-jährige Kunst- und Kulturgeschichte des Rheinlandes.

Leider ist es geschlossen. Es ist der 30.Dezember und die Menschen sind bereits in Silvesterlaune. Dafür wurde aber auf dem Zentralplatz davor ein Karussell und ein Eislaufplatz eingerichtet, der sich großer Beliebtheit erfreut.
In der Gymnasialstraße passieren wir das Bürgeramt und erreichen den Willi-Hörner-Platz, den Rathaushof, auf dem einige Verkaufsstände für Bier und Wein aufgebaut sind. Im Gebäude rechts sind das Standesamt und die Stadtverwaltung von Koblenz untergebracht.

In einer Ecke des Platzes steht der 1940 von Carl Burger entworfene Schängelbrunnen. Er verkörpert einen Koblenzer Jungen aus der Zeit als Koblenz zu Frankreich gehörte, der ständig Streiche ausführte. Aus Hans wurde Jean. Die Koblenzer machten daraus Schang und schließlich Schängel. Heute ist Koblenzer Bevölkerung stolz darauf sich Schängel zu nennen.

Der Brunnen wurde in München in Bronze gegossen und 1940 gebaut. Er ist dem in Koblenz geborenen Dichter Josef Cornelius gewidmet. Cornelius schrieb den Text für die Koblenzer Hymne, das Schängellied. Heute ist der Schängelbrunnen das Wahrzeichen von Koblenz.
Hier sehen Sie das 4K UHD Video
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenDurch einen Torbogen erreichen wir den Jesuitenplatz, mit dem Johannes-Müller-Denkmal, einen in Koblenz geborenen Arzt. Durch die Firmungsstraße kommen wir am Josef-Görres-Platz zum Brunnen mit der über 10 m hohen, im Juni 2000 vollendeten Historiensäule.
Die Historiensäule des Künstlers Jürgen Weber stellt die Geschichte von Koblenz in 10 dreidimensionalen, übereinander angeordneten Bildern dar.

Von unten nach oben:
- Bild 1: Römische Kastell-Siedlung
- Bild 2: Frankenzeit – Krongut und Konferenzort
- Bild 3: Erzstift Trier und Kurfürstentum Trier
- Bild 4: Kreuzzüge und Sklavenhandel
- Bild 5: Blühende städtische Gemeinde
- Bild 6: Dreißigjähriger Krieg und Hexenwahn
- Bild 7: Französische Revolution
- Bild 8: Preußische Epoche
- Bild 9: Zerstörung 1944
- Bild10: Zukunftsorientierte Stadt

Am Rhein angekommen, sehen wir an der gegenüberliegenden Seite die imposante Festung Ehrenbreitstein. Darunter sind die Reste von Schloss Philippsburg, vor allem die Pagerie (die Pforte zur Festung) und der Dikasterialbau (Kurtrierische Zentralverwaltung) zu sehen.

Entlang des Rheins kommen wir zur Basilika Sankt Kastor. Hier verhandelten die Enkel von Karl dem Großen über die Zukunft des Reiches.
Wir folgen der Mosel und biegen in die Kornpfortstraße ein, wo wir auf die alte Stadtbibliothek treffen.
Abendessen

Am Florinsmarkt finden wir das Weinhaus Hubertus, in dem wir zum Abendessen einen Tisch reserviert haben. Das Essen ist hervorragend, die Bedienung sehr freundlich und das Preis-/Leistungsverhältnis kann nur als günstig beschrieben werden. Der Wein ist Spitze.

Auf dem Rückweg passieren wir die Liebfrauenkirche, den Münzplatz und den Platz ‚am Plan‘, wo die Silvesterparty stattfinden soll.

Doch zum Abschluss des Abends kehren wir nochmals zum Rathaus zurück und genießen inmitten der geselligen Koblenzer noch ein Glas Wein.
Pin it – für später merken

Text, Fotos und Video: Copyright © myVideoMedia
Soundtracks im Video:
- Work Out Fine (bill berry mix) by William Berry (c) copyright 2006
Licensed under a Creative Commons Attribution license. http://dig.ccmixter.org/files/williamberry/7354 - It’s Gonna Be OK by Christian S (c) copyright 2006
Licensed under a Creative Commons Attribution license. http://dig.ccmixter.org/files/Christian_S/7869